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Richtiges Lüften in der Heizperiode

So lüften Sie richtig, wenn Sie die Heizung runterstellen. Schimmel und schlechtes Raumklima vermeiden. Effizient lüften und heizen.

Effizient lüften und heizen

Warum weniger heizen und lüften zur Raumklimafalle werden kann

Ob mit Gas, Öl oder Strom, heizen wird derzeit immer teurer. Deswegen gehen einige Menschen dazu über, die Heizung herunterzudrehen und nur noch sparsam zu lüften. Doch ist dieses Vorgehen wirklich sinnvoll?

unterschiedliche Parameter

Ob wir in einer gesunden Umgebung leben, entscheidet das Raumklima

Das Raumklima fasst unterschiedliche Parameter zusammen, die dazu beitragen, dass sich Menschen in Innenräumen wohlfühlen. Einer dieser Faktoren ist zum Beispiel die Raumtemperatur. Diese sollte nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein. Die meisten Menschen empfinden eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad am angenehmsten.

Eng mit der Temperatur verbunden ist die Luftfeuchtigkeit. Ist diese zu hoch, empfinden wir Räume als schwül oder klamm, je nach Raumtemperatur. Ist sie zu niedrig, merken wir das an unserer Haut und unseren Schleimhäuten, denn wir trocknen regelrecht aus.

Der dritte Faktor, der das Raumklima bestimmt, ist die Zusammensetzung der Luft. Hier können Schadstoffe, Schimmelsporen oder schlichtweg zu viel CO2 das Raumklima vergiften.

Durch Lüften kann man die Faktoren des Raumklimas positiv beeinflussen. Immer gelingt dies jedoch nicht.

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Mit diesen Tipps
behalten Sie
die Raumluft frisch und
schützen Ihre Wohnung.

Sinnvoll sparen

Was passiert, wenn wir weniger heizen, mit dem Raumklima?

Von allen Seiten wird momentan gepredigt: Stellen Sie ihre Heizung herunter und sparen Sie Energie. Wie wirkt sich das auf das Raumklima aus? Ist es dann einfach nur kälter oder können noch andere Konsequenzen entstehen?

Zunächst einmal ist richtig: Ein Grad weniger bringt in etwa 5 bis 6 Prozent Energieersparnis. Übertreiben wir es aber mit der Temperatur, dann kühlen vor allem die Außenwände des Gebäudes übermäßig aus. Auch wenn der Raum zum Beispiel 18 Grad hat, können die Außenwände deutlich kälter sein. Die Folge ist Schwitzwasser, denn die wärmere, feuchte Luft kondensiert an den kalten Wänden. Sehr gut kann man das im Winter an schlecht isolierten Fenstern beobachten. Diese beschlagen, wenn es draußen kalt wird.

Die Gefahr, die jetzt droht, ist Schimmelbildung. Vor allem dort, wo nur wenig Luftaustausch stattfindet, bereitet sich der Stock aus. Und in älteren Gebäuden kann das tatsächlich sehr schnell gehen, wir sprechen hier von Tagen.

Lüften kann gegen dieses Phänomen bedingt helfen, solange die Luftfeuchtigkeit außen niedriger ist, als im Inneren eines Gebäudes. Das ist vor allem im Winter der Fall, da kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnimmt als warme.

WICHTIG IST ALSO:

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Wenn wir weniger heizen, müssen wir unbedingt mehr lüften.

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Bewohnte Räume, sollten nicht unter 19 bis 20 Grad gehalten werden. Menschen atmen und dabei entsteht viel Feuchtigkeit.

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Unbewohnte Räume, sollten 18 Grad nicht unterschreiten. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass keine warme feuchte Luft in diese Zimmer einströmen kann.

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Zusätzlich sollten Schränke, Betten oder andere Möbelstücke von Außenwänden 5 bis 7 Zentimeter Abstand haben, um Staunässe zu vermeiden.

Energetisches Lüften

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Die Heizung ist aus, die Temperatur sinkt und jetzt auch noch lüften und das bisschen Wärme nach draußen lassen? Viele Menschen neigen in dieser Situation dazu, die Fenster eher zuzulassen. Dabei braucht man sich gar nicht so viel Gedanken machen über den Wärmeverlust, vorausgesetzt man lüftet richtig.

Die meiste Wärmeenergie ist nicht in der Raumluft gespeichert, sondern in den Wänden, der Decke und dem Boden und dem Mobiliar. Es ist also kein Problem, kurzfristig und auf Stoß zu lüften und dabei die komplette Raumluft einmal auszutauschen. Im ersten Moment wirkt der Raum dann kühler, aber das legt sich schnell, denn die Luft erwärmt sich innerhalb kürzester Zeit auf das Niveau des Raumes.

Mindestens zweimal pro Tag sollten Räume gründlich gelüftet werden. Im Winter reichen dafür oft schon fünf Minuten. Schneller geht es, wenn man quer lüftet, das bedeutet, die Fenster gleichzeitig in mehreren Räumen öffnet. Dann sind manchmal schon zwei Minuten ausreichend, um die Luftfeuchtigkeit zu senken.

Steigen die Außentemperaturen, müssen auch die Lüftungszeiten angepasst werden, denn die wärmere Außenluft hält mehr Feuchtigkeit. Die Regel ist dann 12 bis 15 Minuten lüften oder etwas kürzer quer lüften.

Auf keinen Fall sollten Fenster gekippt werden, weil man annimmt, so bleibt es im Raum wärmer. Hierbei wird zu wenig Raumluft ausgetauscht, um wirklich Feuchtigkeit nach außen zu transportieren. Die Räume kühlen außerdem viel stärker aus durch die längere Lüftungszeit, ohne den gewünschten Raumklimaeffekt.

dauerhaft Heizrechnung senken

Nachhaltige Lösungen für ein gutes Raumklima zu niedrigen Energiekosten

Wer dauerhaft die Heizrechnung senken will, der sollte sich die Beschaffenheit der Fenster und den Dämmstandard des Hauses ansehen. Hier lässt sich mit einem Upgrade richtig viel Energie sparen und die Investition wird in vielen Fällen sogar staatlich gefördert. Gedämmte Außenwände und Fenster kühlen nicht mehr so stark aus, Schwitzwasser und Schimmelbildung wird vorgebeugt.

Eine weitere Möglichkeit, ohne viel Energieverlust für allzeit gute Luft zu sorgen, ist die geregelte automatische Lüftung. Passive Entlüftungen funktionieren dabei ohne Strom. Lediglich ein Ventilator, meistens im Bad oder der Küche platziert, zieht die Raumluft nach außen. Lüftungsöffnungen in den einzelnen Zimmern lassen Frischluft nachströmen. Das System regelt sich automatisch über die Luftfeuchtigkeit rauf und runter. Zusätzliche Wärmetauscher sorgen dafür, dass die kalte Luft beim Einströmen erwärmt wird. Aktive Lüftungssysteme können raumweise gesteuert werden. Auch der Einbau einer Lüftungsanlage wird über das BAFA staatlich gefördert.

 

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